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Midjourney bekommt ein neues Feature, das Künstler verärgert

Die neueste Version der Bilder KI Midjourney bringt zwei bedeutende Funktionen mit sich: Einen „Turbo-Modus“, der eine deutlich beschleunigte Bildgenerierung ermöglicht, und eine erweiterte Bildbeschreibungsfunktion.

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Die neueste Version der Bilder KI Midjourney bringt zwei bedeutende Funktionen mit sich: Einen "Turbo-Modus", der eine deutlich beschleunigte Bildgenerierung ermöglicht, und eine erweiterte Bildbeschreibungsfunktion.

Während die Geschwindigkeitssteigerung bei den Nutzern auf positive Resonanz stoßen dürfte, sorgt das Hervorbringen von Künstlernamen in der Beschreibungsfunktion für kritische Stimmen aus der Kunstgemeinschaft.

Bilder KI Midjourney

Turbo-Modus und dessen Auswirkungen 

Der so genannte "Turbo-Modus" ermöglicht es, Bilder in einem Bruchteil der bisher notwendigen Zeit zu generieren. Laut Betreibern ist Midjourney damit 3,5-mal schneller als zuvor, allerdings fallen doppelt so hohe Kosten an.

Innerhalb von 110 Sekunden können nun 40 Prompts verarbeitet werden, was auf eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 2,75 Sekunden pro Prompt hindeutet. Auf einzelne Bilder heruntergebrochen, heißt das eine Reduzierung auf nur 0,69 Sekunden pro Bild, was sich der Vision der Echtzeitgenerierung annähert.


Verbesserte Bildbeschreibung für detaillierten Input 

Ebenfalls neu in Midjourney v6 ist eine Bildanalysefunktion, die es ermöglicht, längere und präzisere Beschreibungen für die Erstellung von Bildern vorzugeben.

Diese kann entweder über den Discord-Befehl "/describe" oder direkt auf der Midjourney-Website aktiviert werden. Speziell optimiert für die neueste Version der KI, soll sie Nutzern helfen, detaillierte Prompts zu erstellen, die auf den Input zugeschnitten sind.


Unzufriedenheit unter Künstlern wegen Namensnennungen 

Die Funktion sorgte für Unmut, nachdem berichtet wurde, dass sie Namen von Künstlern nennt und deren Stil nachahmt.

Dies brachte Künstler dazu, Midjourney als "Dieb" eigener Werke zu titulieren und das Gefühl zu äußern, entmenschlicht zu werden, indem ihre Namen und Styles zu "Futter" für die KI werden.

Besonders bemerkenswert ist der Fall der Fotografin Jingna Zhang, deren Name mehr als 20.000 Mal in Prompts verwendet wurde.


Die ethische Debatte rund um KI in der Kunst 

Diese Vorfälle beleuchten die tiefer liegende, ethische Diskussion über den Einsatz künstlicher Intelligenz im kreativen Sektor.

Fragen zu Urheberrechtsverletzungen, der Genauigkeit der Anerkennung sowie der Echtheit von Kreationen werden aufgeworfen.

Mehrere Rechtsstreitigkeiten sind anhängig, entscheidende Urteile stehen noch aus, während gleichzeitig die Fähigkeiten der KI scheinbar grenzenlose Möglichkeiten offenbaren.

Autor dieses Beitrags

Simon Feller

Experte für Künstliche Intelligenz (KI) und Prozessautomatisierung